Theorie

Im theoretischen Unterricht werden Sie von erfahrenen Referenten in folgenden Fächern unterrichtet:

  • Grundbegriffe der Jagdwaffenkunde
  • Biologie der Wildarten
  • rechtliche Vorschriften
  • Wildhege, Jagdbetrieb und jagdliche Praxis
  • Jagdhundehaltung und -führung
  • Naturschutz, Landbau, Waldwirtschaft und Wildschäden.

Zur Ausbildung der Jungjäger stehen sämtliche Exponate der jeweiligen Sachgebiete (Waffen, Präparate, Schädel, Schautafeln, usw.) zur Verfügung. So können die Kursteilnehmer optimal auf die Prüfung vorbereitet werden.

Praxis

Die praktischen Ausbildungstermine sind sehr vielseitig. Dazu gehören z.B.

  • Reviergänge, thematisch an die jeweilige Jahreszeit angepasst
  • die Teilnahme an einer Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde
  • das Bauen/ Instandhalten von Reviereinrichtungen wie Fütterungen, Kanzeln, usw.
  • diverse Exkursionen (Sauschütte Grünwald, Wildpark Poing, Besuch einer Greifvogelschau, etc.)
  • Aufbrechen und Zerwirken (Rotwild)
  • der Besuch von jagdlichen Veranstaltungen (z.B. Hubertusmesse, Trophäenschau, …)
  • Ansitzmöglichkeit
  • Winterfütterung

Die Schießausbildung umfasst die im Rahmen der Ausbildung vorgeschriebenen Leistungen:

  • Schrotschiessen: 250 Tauben
  • Schießen auf den laufenden Keiler
  • Kurzwaffenschießen (Revolver und Pistole)
  • Büchsenschuss auf die Rehbockscheibe (sitzend aufgelegt und stehend angestrichen)

Kursablauf

Die meisten Kursteilnehmer beginnen die Ausbildung im September und gehen im kommenden Jahr im Mai/ Juni in die Prüfungen. Ein Einstieg in den laufenden Kurs ist aber jederzeit möglich, sofern noch Plätze frei sind.

Einen ausführlichen Terminplan erhalten Sie zum Kursbeginn. So können Sie alle Termine bis zur Prüfung mit genug Vorlaufzeit planen und in Ihren Alltag integrieren.

Der Theorieunterricht findet jeden Mittwochabend von 18.30 – 21.00 Uhr im Schulungsraum des Jagd- und Fischereimuseums statt- zentral gelegen in der Neuhauser Str. 2 in 80331 München und für alle gut mit dem MVV erreichbar.

Zusätzlich werden zur Verkürzung der Kursdauer zwei Wochenenden Blockunterricht auf der historischen Rosenburg im Altmühltal im November und März durchgeführt (diese Wochenenden sind in der Kursgebühr schon enthalten).

Die Praxistermine finden – in der Regel am Wochenende – in verschiedenen stadtnah gelegenen Revieren um München statt.

Die Schießausbildung wird auf den Schießanlagen in Hattenhofen (bei Fürstenfeldbruck), Unterdill (im Münchner Süden) und Kirchseeon durchgeführt.

Der Höhepunkt des Jagdkurses ist die Abschlussfeier, bei der die Absolventen in feierlichem Rahmen zum Jäger geschlagen werden.

Jägerprüfung

Die staatliche Jägerprüfung wird in Bayern viermal jährlich durchgeführt. Mit der Anmeldung (Anmeldeschluss ca. 4 Wochen vor Prüfungsbeginn) müssen folgende Nachweise vorliegen:

  • Ausbildungsnachweis über mindestens 60 Stunden Theorie und 60 Stunden Praxis
  • Schiessnachweis Kugel (Kurzwaffenschießen (Revolver und Pistole), Kinoschießen und Schiessen auf den laufenden Keiler (mit mindestens 3 Treffern im Leben)
  • Schiessnachweis Schrot (Beschuss von 250 Tontauben, dabei einmal mindestens 3 Treffer in einer 10er Serie)
  • Zahlungsnachweis der Prüfungsgebühr an die Prüfungsbehörde

Der erste Prüfungsteil ist die schriftliche Jägerprüfung. Hier werden aus einem festgelegten Fragenkatalog (1.100 Fragen) aus den Sachgebieten Jagdwaffenkunde, Wildtierkunde, Jagdrecht, Jagdbetrieb/-praxis, Jagdhundehaltung/-führung und Hege, Naturschutz, Land-/Waldbau 100 Fragen geprüft. Mindestens 75% müssen hierbei richtig beantwortet werden.

Nach Bestehen der schriftlichen Prüfung wird die Einladung zur mündlichen Prüfung verschickt, die ca. 2 Wochen später stattfindet. Jedes der oben genannten 6 Fächer wird 12 Minuten geprüft.

Der letzte Prüfungsteil ist – ca. 2 Wochen nach Bestehen der mündlichen Prüfung – der praktische Teil, bestehend aus der Waffenhandhabung und dem Büchsenschuss auf die Rehbockscheibe (100m, 2 Schuss sitzend aufgelegt, 2 Schuss stehend angestrichen, mindestens 3 Treffer im 8er Bereich).